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50er Jahre Kleider für Damen

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50er Jahre Kleider

Die Geburtsstunde des 50er Jahre Kleides

Die 1950er Jahre sind nicht nur die Zeit des Rock’n’Roll, der Petticoats und des deutschen Wirtschaftswunders. Die Postswingära ist auch eine Zeit des Umbruchs. Dies spiegelt sich im öffentlichen Bild der Mode nieder – und natürlich in den Kleidern und Röcken der jungen Mädchen und Damen. Stilistisch gesehen beginnen die 1950er bereits im Jahr 1947, als Christian Dior den sogenannten „New Look“ begründet. Am 12. Februar 1947 präsentiert Dior auf seiner ersten Modenschau in der Pariser Avenue Montaigne 30 einen neuen Modestil. Die gezeigten Kleidungsstücke wirken ausladend und leicht pompös. Damit leitet er eine stilistische Wende ein und greift auf die 1950er vor. Typisch für Dior sind wadenlange Röcke mit enger Taille und schmalen Schultern. Damit werden weibliche Formen und Körperteile wie die Brüste betont. Verstärkt wird die ausladende Form durch den Petticoat. Dies steht im krassen Kontrast zu dem schlichten und zurückhaltenden Stil der Kriegsjahre der 50er Jahre Kleider.

Weil ihn die Silhouette an eine umgedrehte Blüte erinnert, nennt Dior seine neu erschaffene Modelinie „Ligne Corolle“ (zu deutsch: Blütenkelchlinie). Und genau diese Modelinie läutet die Geburtsstunde eines neuen Stils ein. Carmel Snow die Chefredakteurin von Harper's Bazaar ist so verzaubert von diesem neuen Style, dass sie „It's a New Look!“ ruft. So gibt sie dem unnachahmlichen Look des Couturiers seinen Namen. Der neue Style des „New Look“ macht Paris nach den mageren Kriegsjahren über Nacht wieder zum Modemekka. Der „New Look“ bricht mit der von der eher funktional geprägten Mode der Kriegsjahre. Während der Kriegsjahre mussten Kleidungsstücke – und natürlich auch Damenkleider und Röcke – funktional und zurückhaltend sein. Dies lag zum einem an der Materialknappheit. Zum anderen war das Gebot der Stunde Zurückhaltung. Ein ausladender Lebensstil passte nicht in die Zeit der Kriegswirren und war unpraktisch. Dies spiegelt sich auch in Kultur und Musik wieder. So wurden in den Vereinigten Staaten Tanzveranstaltungen höher besteuert. Mit dem Ende des Krieges im Jahr 1945 ändert sich dieser Zustand.

Die Wendung

Ganz bewusst sucht der neue Look den Anschluss an den Luxusstil der Vorkriegsjahre. Besonders fortschrittlich ist der Stil trotz seines Namens nicht. Vielmehr ist er reaktionär. Denn das Frauenideal wandelt sich zurück vom emanzipierten „Working Girl“ zur feinen Dame. Die neuen Kleider sind nun zum Teil sehr unpraktisch und eignen sich eher als elegante Abendgarderobe. Wegen des hohen Herstellungsaufwandes lässt sich der Style anfangs nur schwerlich in die Alltagsmode übertragen. Die Herstellung der Kleider erfordert einen großen Aufwand an Arbeit und Material. Dies ändert sich nach und nach. Neue Stoffe und Produktionsverfahren bahnen dem „New Look“ den Weg in den Alltag.

In den 1950er Jahren setzt sich die stilistische Linie fort. Der Look entwickelt sich weiter und prägt bald das öffentliche Bild. Zahlreiche Modeschöpfer ahmen den Diorstil nach. So entstehen unzählige Kleider mit ausladender Form. Ergänzt werden die Kleider durch extravagante Hüte mit ebenso ausladenden Formen und eleganten Schuhen. Hinzu gesellen sich bunte Muster mit Blumen und Punkten, Schleifen und andere, kleine Details. Diese Stilelemente finden sich zwar zurückhaltend schon im amerikanischen Modestil den 1940er Jahre wieder. Aber nun passen sie endlich in den Zeitgeist des Aufschwungs und des neuen Wohlstandes.